Alles Neu!

Nur ein kurzer "Bericht aus der Werkstatt": Die Website wird gerade komplett überarbeitet, demnächst werden alle Kapitel aktualisiert und erneuert.

Weiters habe ich gerade mein Buch fertiggestellt:

"Die Zukunft der Städte" ergänzt die Website: 400 Abbildungen, 240 Seiten! 

 

1.9.10 12:26


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Wie Weinlaub wuchern Werbesäulen

...so lautet ein aktueller Artikel in der Wiener Zeitung.

Spam kann ich wegklicken. Die Verspammung des Stadtraums hingegen schlägt die meines E-Mail-Postfaches mittlerweile um Längen und schlüpft durch jeden Wegschau-Spamfilter. Kombiniert mit der unsäglichen Gemeinde-Platzarchitektur sind das die neuen Höhepunkte der Geschmacklosigkeit: Lärm für die Augen an Orten, die auch akustisch Ruhe benötigen würden. Die Gemeinde leidet unter Kenophobie, und das SPÖ-nahe Firmengeflecht hält das Gegenmittel unter Verschluss.

16.1.09 12:47


Die Sensation bei den Wiener Linien

Tatsächlich sensationelles haben die Wiener Linien heute ausgesandt:

Das "Ringelspiel" wird endlich aufgelöst, neue Durchgangslinien geschaffen! In Kürze:

Linie 65 als 1 über Ring in den Prater

Linie J als 2 über Ring,Kai,Taborstraße zur Floridsdorfer Brücke

Linie D als 3 unverändert

Linie 71 als 4 über Ring zur Börse (ab 2009)

Das ist eine enorme Verbesserung, die seit über 20 Jahren gefordert wird. Ich bin begeistert!

Update Anfang 2009: Es ist unfassbar - die Bezirksvorstehung des 11.Bezirks lehnt die Verlängerung des 71ers zur Börse mit fadenscheinigen Argumenten ab und torpediert damit die Interessen tausender Fahrgäste, denen das Umsteigen am Schwarzenbergplatz erspart werden könnte!

Update 10.2.2009: Auf mein Betreiben erschien ein Artikel in der Wiener Zeitung zum Thema:

Link zum Artikel in der Wiener Zeitung

Der Standard hat sofort reagiert und ebenfalls darüber geschrieben:

Link zum Standard-Artikel

 

2.7.08 11:46


Adieu, da capo

Kurz vor Beginn der EM ließ man es sich nicht nehmen, hoch auf dem gelben Wagen auszufahren. Klug wählte man ein Fahrzeug gleichen Namens für eine Erkundungsfahrt in Gegenden, wo andere schon oft zuvor gewesen sind; wohl, um nachzusehen, ob entlang der unlängst verblichenen Linie 21 noch alle Gleise da liegen wo sie denn hingehören ritt man mit dem Gleismesswagen EM 6117 gegen Osten. Ich mag ihn ja, den todschicken 6117 mit seinen scharfen Laseraugen und dem klugen Computerköpfchen.

Fast könnte man ja meinen, eine Tramwaystrecke würde neu eröffnet: alles blank geputzt, in der Ausstellungsstraße werden die Gleise gerade mit neuen Sperrflächen versehen... erstaunlich, erstaunlich. Gut, dass unsere schöne Stadt so reich gesegnet ist mit umsichtigen Magistratsabteilungen, klugen Verkehrsplanern und flinken Firmen, die all die schlauen Ideen so schnell verwirklichen, und sei es mitten in der Nacht.

Als unser Bähnchen in der Ausstellungsstraße heranrollte gab's ein rechtes Hallo, aber die Farbkübelchen waren schnell beiseite geräumt, und behende ging es Richtung Praterkai. Fast etwas zu behende, auch mit einem schellen Motorrad ist es gar nicht leicht so eine Tramway zu verfolgen. Ist gar nicht so langsam, wie alle sagen! Zum Glück hat man inzwischen allzu kecken Tramways allerlei Hindernisse in den Weg gestellt, die bei herannahen erst entfernt werden müssen - derweil wartet die Bim, und den Fotografen freut's. Ich war's aber nicht, der die Zäune aufs Gleis gestellt hat, ehrlich!

Nun, wie auch immer, fleissig summend wie ein Bienchen sammelte 6117 seine Daten ohne Unterlass, und wäre der verständnisvolle Herr Fahrer nicht so freundlich gewesen für den Fotografen kurz anzuhalten wären die Bilder deutlich dynamischer geworden, wenn auch unerwünscht. Hier mal ein Abschiedsfoto aus der Schleife Praterkai, weitere werden folgen, sobald ich die 21er-Fotoseite fertig habe.

Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende, und so bleibt mir nur, mein vielleicht letztes Bild des 21ers zu zeigen - an der recht sicheren Fotostelle vor dem Praterstern. Um diese Uhrzeit, bei Nacht und ohne Chance auf Wiederholung ließ ich mich auf keine Experimente mit eventuell besseren Standpunkten ein, und so ist nicht das Riesenrad, sondern nur die schiarche Tanke im Hintergrund zu sehen. Aber eigentlich ist das mittlerweile eh ein typisches Bild, die ganze Gegend entlang der U2 bzw des ehemaligen 21ers ist inzwischen von dermaßen erlesener Hässlichkeit, dass man die Lust am fotografieren verliert - egal ob mit oder ohne Tramway.

6.6.08 09:27


Adieu, Teil 1

 

Diese Tage sehen zwei Abschiede - ein Adieu in Wien für immer, und ein "Auf Wiedersehen" in Linz.

Nun, erst mal zu Wien: Am 26.März gab es den letzten "Stadionverkehr" - ein letztes Mal brachte ein ganzes Bündel von zum Stadion verlängerten Linien die Fußballfans nach Hause.

In früheren Zeiten war es durchaus üblich und normal, dass bei speziellen Anlässen einfach bekannte Linien zum Ort des Geschehens verlängert wurden. Messe, Allerheiligen, Ausflugsverkehr - immer wieder wurden einfach die Linien des Alltagsbetriebes zu Zubringern diverser Spektakel. Die Veranstaltungen im Stadion waren das letzte Überbleibsel dieser Gewohnheit, und die langen Schlangen von "gestapelten" Zügen waren typisch für die Ruhe vor dem Ansturm der begeisterten oder (in Wien meist) enttäuschten Fans. Ich selbst habe diesen letzten Stadionverkehr nicht als Augenzeuge miterlebt, anderes war vordringlicher und das Wetter zu ungemütlich; stattdessen habe ich ein etwa zehn Jahre altes Bild aus meinem Archiv ausgegraben, das den berühmten "Stapel" von Tramwayzügen zeigt.

26.3.08 23:52


Neues aus London

In London verspricht Bürgermeister Ken Livingston: "Wenn ich wiedergewählt werde, bauen wir eine Tramway in der Oxford Street!". Das ist sozusagen die Mariahilfer Straße Londons, schon längst vom Durchzugsverkehr befreit, nur von einer endlosen Prozession roter Busse und schwarzer Taxis befahren. Diese würden dann in Parallelstraßen abgeleitet, die Oxford Street zur klassischen Fußgängerzone mit Straßenbahn - eine ideale Lösung. Nebenbei würde der Bereich um Marble Arch (derzeit eine stark befahrene Kreuzung) dem Hyde Park angegliedert. "Die Tramway hat uns einen Park gebracht!" - das sagen schon viele Franzosen, nachdem in ihrer Stadt eine Tram eröffnet wurde. Vielleicht hört man das bald auch auf englisch?
28.2.08 23:27


Dem Artikel der Wiener Zeitung ist wenig hinzuzufügen: 890 Millionen Euro für eine vergleichsweise kurze U-Bahn-Verlängerung, die zum Großteil eine heute schwach ausgelastete Tramwaystrecke ersetzen wird. Das sind mehr als 12 Milliarden Schilling in "alter Währung". Zum Vergleich: Für die U1 von Reumannplatz zum Praterstern wurden insgesamt 7,5 Milliarden Schilling ausgegeben (Stichtag: 1.1.1980). Natürlich ist die Inflation zu berücksichtigen, trotzdem erscheint die U2-Verlängerung mit ihren nur 4 unterirdischen Stationen unfassbar teuer (die Hochstrecke ist vergleichsweise günstig zu errichten).
11.1.08 17:23


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